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DigitalPakt Schule & Hochschulen

Grafische Illustration einer Frau, die konzentriert am Laptop arbeitet.

Was bringt der DigitalPakt wirklich? Dieser Artikel ordnet Ziele, Mittel und Umsetzung für Schulen und Hochschulen ein – kompakt, praxisnah und ohne Fluff.

Du bekommst einen klaren Überblick: Finanzierung, Ausstattung, didaktische Konzepte und typische Stolpersteine – plus Checklisten für die Umsetzung vor Ort.


Kurz & knapp:

  • Wer profitiert: Schulen & Hochschulen – Ziele und Reichweite.
  • Wofür gibt’s Geld: Infrastruktur, Geräte, Plattformen, Qualifizierung.
  • Worauf achten: Antrag, Nachweise, Didaktik statt reiner Technik.

🧭 Überblick: Ziele & Förderlogik

Der DigitalPakt Schule ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund und Ländern, um Schulen und Hochschulen fit für das digitale Zeitalter zu machen.
Ziel ist es, Lernumgebungen zu schaffen, die moderne Technik nicht als Selbstzweck nutzen, sondern als Werkzeug für besseren Unterricht.
Im Zentrum stehen digitale Infrastruktur, pädagogische Konzepte und die Qualifizierung von Lehrkräften.

Finanziert wird der Pakt über mehrere Milliarden Euro an Bundesmitteln, die von den Ländern verwaltet werden.
Jede Schule oder Hochschule erhält Zugang zu Fördergeldern, sofern sie ein schlüssiges Medienkonzept vorlegt.
Damit soll sichergestellt werden, dass Anschaffungen pädagogisch sinnvoll eingebettet sind – und nicht bloß „Technik um der Technik willen“ entsteht.

„Technologie ist nur dann sinnvoll, wenn sie den Unterricht verändert – nicht nur das Klassenzimmer dekoriert.“

💶 Finanzierung & Antragsverfahren

Die Fördermittel werden nach klaren Kriterien vergeben.
Für Schulen beantragen meist die Schulträger – also Kommunen, Landkreise oder freie Träger – die Gelder über die zuständigen Landesstellen.
Hochschulen nutzen dagegen eigene Förderrichtlinien auf Basis des „DigitalPakt Hochschule“.

Voraussetzung ist ein Medienentwicklungsplan oder Digitalisierungskonzept, das Ziele, Maßnahmen und geplante Investitionen beschreibt.
Erst nach der Bewilligung dürfen Geräte, Software oder Netzwerktechnik für modernes und digitales Lernen beschafft werden.
Typische Fristen liegen je nach Bundesland zwischen 6 und 12 Monaten.

Die Förderquote beträgt in der Regel bis zu 90 %, ein Eigenanteil der Träger ist jedoch erforderlich.
Wichtig: Fördergelder müssen innerhalb bestimmter Zeiträume abgerufen und nachgewiesen werden, sonst verfallen sie.

🧩 Ausstattung & Infrastruktur

Herzstück des DigitalPakts ist die technische Infrastruktur.
Dazu gehören flächendeckendes WLAN, Glasfaseranschlüsse, digitale Tafeln, Laptops, Tablets und sichere Schulserver.
Auch Cloud-Lösungen und Lernplattformen sind förderfähig, sofern sie pädagogisch begründet eingesetzt werden.

Die Herausforderung liegt im Zusammenspiel: Geräte allein genügen nicht.
Entscheidend ist, dass Netzwerke stabil laufen, Software DSGVO-konform ist und Supportstrukturen existieren.
Nur dann kann Technik im Unterricht wirklich Mehrwert stiften.

Quick Facts – Ausstattung:

  • WLAN in allen Unterrichts- und Gemeinschaftsräumen
  • Digitale Endgeräte für Lehrende & Lernende
  • Server- & Cloud-Lösungen mit DSGVO-Konformität
  • Support & Wartung langfristig gesichert

🧑‍🏫 Didaktik & Lehrkräftequalifizierung

Technik entfaltet erst dann Wirkung, wenn sie didaktisch sinnvoll eingebettet ist.
Daher fördert der DigitalPakt nicht nur Hardware, sondern auch die Fortbildung von Lehrkräften.
Ziel ist ein kompetenter, reflektierter Umgang mit digitalen Medien im Unterricht, sodass virtuelle Klassenzimmer immer mehr jungen Menschen zu Gute kommen kann.

Gute Praxis zeigt: Schulinterne Trainings, Peer-Learning und fächerübergreifende Medienkonzepte
führen zu nachhaltigerem Einsatz digitaler Tools.
Wer Geräte gezielt für kollaboratives oder projektbasiertes Lernen nutzt, steigert Motivation und Lernerfolg messbar.

„Digitale Bildung beginnt im Kopf – nicht im Geräteraum.“

🏛️ Hochschulen: Besonderheiten & Schnittstellen

Hochschulen stehen vor ähnlichen Herausforderungen, allerdings mit anderen Strukturen:
Sie kombinieren Forschung, Lehre und Verwaltung unter einem Dach.
Hier geht es weniger um Gerätebeschaffung, sondern um die besten Online-Lernplattformen, hybride Lehrformate und digitale Prüfungsprozesse.

Förderprogramme wie „Hochschulpakt 2020“, „Digitalpakt Hochschule“ oder Landesinitiativen
unterstützen den Ausbau von Learning-Management-Systemen, Streaming-Infrastruktur und Open-Education-Ressourcen.
Auch Weiterbildung von Dozierenden ist zentraler Bestandteil.

Hinweis: Viele Hochschulen nutzen den DigitalPakt, um Forschung und Lehre stärker zu verknüpfen – etwa durch offene Lernplattformen oder KI-gestützte Lernsysteme oder Tutorenprogramme.

❓ Häufige Fragen zum DigitalPakt Schule & Hochschulen

Was genau ist der DigitalPakt Schule?

Der DigitalPakt ist ein bundesweites Förderprogramm, das Schulen beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur unterstützt – z. B. WLAN, Endgeräte und Lernplattformen. Ziel ist, digitale Bildung langfristig zu verankern.

Wer kann Fördermittel beantragen?

Antragsberechtigt sind in der Regel die Schulträger – also Kommunen, Landkreise oder private Träger. Hochschulen stellen eigene Anträge über Landesprogramme, die an den DigitalPakt Hochschule angelehnt sind.

Welche Anschaffungen sind förderfähig?

Förderfähig sind digitale Infrastrukturen (Netzwerke, Server), interaktive Tafeln, Laptops, Lernplattformen sowie Schul-Clouds. Reine Verbrauchsgüter oder Software-Abos ohne Bildungsbezug werden meist nicht übernommen.

Wie läuft der Antrag konkret ab?

Schulträger erstellen ein Medien- oder Digitalisierungskonzept und reichen den Antrag über die jeweilige Landesbehörde ein. Nach Prüfung erfolgt die Bewilligung – erst dann dürfen Anschaffungen erfolgen.

Gibt es den DigitalPakt auch für Hochschulen?

Ja, im Rahmen des „DigitalPakt Hochschule“ fördern Bund und Länder Projekte zur digitalen Lehre, IT-Infrastruktur und Weiterbildung von Lehrenden. Der Fokus liegt stärker auf Forschung und hochschuldidaktischer Innovation.

Wie wird sichergestellt, dass Technik auch pädagogisch wirkt?

Voraussetzung ist ein didaktisch fundiertes Konzept: Geräte sollen Lehr- und Lernprozesse verbessern, nicht nur modern aussehen. Fortbildungen und Schulungen der Lehrkräfte sind daher Teil vieler Förderanträge.

Autor Kevin Haiber

Kevin Haiber

Gründer von virtuelleslernen.com. Schreibt über digitale Bildung, KI und Lerntrends – mit dem Ziel, Technologie und Didaktik miteinander zu verbinden.

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