Wer Notion nur als Notizzettel nutzt, verschenkt das Beste daran. Notion Datenbanken speichern deine Aufgaben, Projekte und Notizen einmal und zeigen sie wahlweise als Tabelle, Board oder Kalender an.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Datenbank speichert Einträge einmal und zeigt sie als Tabelle, Board oder Kalender.
- Die Kalenderansicht braucht mindestens eine Datums-Property, alle anderen Ansichten laufen sofort.
- Relationen verbinden zwei Datenbanken, Rollups holen Werte aus der verknüpften Datenbank zurück.
- Starte mit einer einzigen Tabelle und ergänze Ansichten erst, wenn du sie wirklich brauchst.
Was eine Datenbank in Notion wirklich ist
Eine Notion Datenbank ist eine Sammlung von Einträgen, und jeder Eintrag ist selbst eine vollwertige Seite. Das klingt erst mal wie eine Tabelle in Excel, geht aber deutlich weiter. Jede Spalte ist eine Property, also eine Eigenschaft mit festem Typ: Text, Datum, Auswahl, Zahl, Kontrollkästchen oder eine Verknüpfung zu einer anderen Datenbank. Wie Notion die Grundlagen offiziell erklärt, zeigt das Hilfe-Center zu Notion Datenbanken.
Der entscheidende Unterschied zu Excel: Du speicherst deine Daten genau einmal. Danach entscheidest du über die Ansicht, wie du sie siehst. Dieselben Aufgaben erscheinen morgens als Kalender, im Meeting als Board und beim Wochenrückblick als gefilterte Tabelle. Nichts wird kopiert, nichts läuft auseinander.
Merksatz: Die Datenbank ist der Datenspeicher, die Ansicht ist nur die Brille, durch die du ihn ansiehst.
Notion kennt zwei Bauformen. Eine Inline-Datenbank lebt mitten auf einer Seite, etwa in deinem Projekt-Dashboard. Eine Vollseiten-Datenbank bekommt eine eigene Seite und passt für zentrale Sammlungen wie Aufgaben oder Kontakte. Beide arbeiten identisch, sie unterscheiden sich nur im Platz.
Die Tabellenansicht als Ausgangspunkt
Die Tabelle ist die Standardansicht, und hier solltest du immer starten. Zeilen sind Einträge, Spalten sind Properties. Du legst eine neue Datenbank an, benennst die erste Spalte, etwa Aufgabe, und fügst rechts weitere Properties hinzu.
Diese drei Properties reichen für den Anfang fast immer:
- Status als Auswahl mit Werten wie Offen, In Arbeit und Erledigt.
- Fällig am als Datum, damit später Kalender und Erinnerungen greifen.
- Priorität als Auswahl mit Hoch, Mittel und Niedrig.
Zwei Werkzeuge machen die Tabelle stark: Filter und Sortierung. Ein Filter blendet aus, was gerade nicht zählt, zum Beispiel alle erledigten Aufgaben. Die Sortierung ordnet den Rest, etwa nach Fälligkeit. Wichtig dabei: Filter und Sortierung gehören zur Ansicht, nicht zu den Daten. Du kannst also mehrere Ansichten mit völlig unterschiedlichen Filtern auf dieselbe Datenbank legen.
Das Board für visuelle Workflows
Das Board ist eine Kanban-Ansicht, also Karten in Spalten. Notion gruppiert deine Einträge dabei nach genau einer Property. Nimmst du dafür deine Status-Property, entstehen automatisch die Spalten Offen, In Arbeit und Erledigt.
Der Clou steckt im Ziehen: Schiebst du eine Karte von Offen nach Erledigt, ändert Notion die Status-Property im Hintergrund mit. Du pflegst deine Daten also, ohne ein einziges Feld manuell zu tippen. Genau deshalb passt das Board so gut, wenn du einen Arbeitsablauf im Blick behalten willst, vom Redaktionsplan bis zur Bewerbungsübersicht.
Ein Tipp aus der Praxis: Gruppiere das Board testweise auch mal nach Priorität statt nach Status. Weil die Gruppierung zur Ansicht gehört, kostet dich das nichts und zeigt deine Aufgaben aus einem neuen Winkel.
Die Kalenderansicht für Termine und Deadlines
Die Kalenderansicht stellt eine Bedingung: Deine Datenbank braucht mindestens eine Datums-Property.[1] Ohne Datum kein Kalender, so einfach ist das. Hast du die Property Fällig am schon angelegt, ist der Kalender in zwei Klicks da.
Jeder Eintrag landet an seinem Datum, und du verschiebst Termine per Ziehen auf einen anderen Tag. Für Zeiträume wie Urlaub oder Projektphasen nutzt du eine Datums-Property mit Start und Ende, dann zeigt Notion einen Balken über mehrere Tage.
Meine Empfehlung: Lege den Kalender als zweite Ansicht auf deine bestehende Aufgaben-Datenbank, statt eine separate Kalender-Datenbank zu bauen. So siehst du dieselben Aufgaben mal als Liste, mal im Monat, und pflegst trotzdem nur eine Quelle.
Weiterführende Informationen:
Relationen verbinden deine Datenbanken
Jetzt wird es spannend, denn hier hört die reine Tabellenkalkulation auf. Eine Relation verknüpft die Einträge zweier Datenbanken miteinander.[2] Das klassische Beispiel: eine Datenbank Projekte und eine Datenbank Aufgaben.
So gehst du vor:
- Öffne die Datenbank Aufgaben und füge eine Property vom Typ Relation hinzu.
- Wähle als Ziel die Datenbank Projekte.
- Öffne eine Aufgabe und ordne ihr das passende Projekt zu.
Ab sofort hängt jede Aufgabe an ihrem Projekt. Aktivierst du beim Anlegen die zweiseitige Relation, siehst du im Projekt automatisch alle zugehörigen Aufgaben. Damit modellierst du echte Zusammenhänge, statt Projektnamen ständig neu abzutippen. Wer Notion mit anderen Tools vergleicht, merkt hier den Unterschied: In einer klassischen Kanban-Lösung wie Trello fehlt genau diese Verknüpfung über mehrere Listen hinweg.
Rollups rechnen mit verknüpften Daten
Ein Rollup baut auf einer Relation auf und holt Werte aus der verbundenen Datenbank herüber. Ohne Relation gibt es keinen Rollup, die beiden gehören zusammen.
Bleiben wir bei Projekten und Aufgaben. Im Projekt legst du eine Rollup-Property an und stellst sie so ein:
- Relation: deine Verknüpfung zu den Aufgaben.
- Property: das Feld Status aus der Aufgabe.
- Berechnung: Prozent abgeschlossen.
Das Ergebnis ist ein Fortschrittswert pro Projekt, etwa 60 Prozent erledigt, ganz ohne Taschenrechner. Rollups können außerdem zählen, summieren, Mittelwerte bilden oder das früheste Datum finden. So verwandelst du verstreute Aufgaben in eine echte Übersicht. Genau dieser Schritt trennt eine simple Liste von einem kleinen System.
Notion Datenbanken Schritt für Schritt aufbauen
Genug Theorie. So baust du dein erstes verbundenes System in wenigen Minuten:
- Aufgaben-Datenbank anlegen als Vollseiten-Tabelle mit den Properties Status, Fällig am und Priorität.
- Projekte-Datenbank anlegen mit einer Spalte für den Projektnamen und einem Status.
- Relation setzen: In Aufgaben eine Relation zur Datenbank Projekte hinzufügen und ein paar Aufgaben zuordnen.
- Rollup ergänzen: In Projekte einen Rollup auf den Status der Aufgaben legen und Prozent abgeschlossen wählen.
- Ansichten hinzufügen: In Aufgaben ein Board nach Status und einen Kalender nach Fällig am erstellen.
Fertig ist ein kleines Projektmanagement, das mit dir wächst. Mein Rat bleibt derselbe wie am Anfang: Bau nicht sofort zehn Datenbanken. Starte mit zwei, verbinde sie sauber und erweitere erst, wenn dir im Alltag konkret etwas fehlt. Für den Einstieg lohnt sich auch ein Blick auf Notion im Studium, wo genau solche Systeme den Semesteralltag ordnen. Wer Ansichten, Relationen und Rollups einmal verstanden hat, nutzt Notion nicht mehr als bessere Textdatei, sondern als eigenes kleines System. Weitere Anleitungen rund ums virtuelle Lernen findest du auf unserer Startseite.
Häufige Fragen zu Notion Datenbanken
Was ist der Unterschied zwischen einer Datenbank und einer Ansicht?
Die Datenbank speichert deine Einträge und Properties. Die Ansicht zeigt genau diese Daten in einer bestimmten Form, etwa als Tabelle, Board oder Kalender. Du kannst beliebig viele Ansichten auf eine einzige Datenbank legen, ohne die Daten zu vervielfältigen.
Warum sehe ich die Kalenderansicht nicht?
Weil deiner Datenbank eine Datums-Property fehlt. Die Kalenderansicht braucht mindestens ein Datumsfeld, um Einträge einzuordnen. Lege eine Property vom Typ Datum an, dann steht der Kalender sofort zur Auswahl.
Was ist der Unterschied zwischen Relation und Rollup?
Eine Relation verbindet Einträge aus zwei Datenbanken. Ein Rollup nutzt diese Verbindung, um einen Wert aus der verknüpften Datenbank anzuzeigen oder zu berechnen. Kurz gesagt: Die Relation baut die Brücke, der Rollup holt die Zahl darüber.
Wie viele Datenbanken sollte ich als Anfänger anlegen?
Zwei reichen für den Start: eine für Aufgaben und eine für Projekte, verbunden über eine Relation. Erweitere dein System erst, wenn dir im Alltag spürbar etwas fehlt. Zu viele Datenbanken am Anfang machen die Sache nur unübersichtlich.
Sind Notion Datenbanken im kostenlosen Plan nutzbar?
Ja. Für dich persönlich legst du im kostenlosen Plan beliebig viele Datenbanken und Einträge an, inklusive Relationen und Rollups. Grenzen betreffen vor allem das Teilen im größeren Team und den Datei-Upload, nicht die Datenbanken selbst.
Quellen & weiterführende Literatur
- Notion Labs (2026). Einführung in Datenbanken. Notion Hilfe-Center. notion.com
- Notion Labs (2026). Relations and rollups. Notion Help Center. notion.com